Was ist Schuppenflechte?

Was ist Schuppenflechte?

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. Sie verläuft individuell sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen ist die Erkrankung chronisch, d.h., sie tritt immer wieder in mal mehr, mal weniger starker Form auf. Nach Erkrankungsbeginn verliert man die Schuppenflechte nie mehr ganz, selbst wenn die Symptome abklingen.

Soweit wir heute wissen, ist eine Veränderung der Immunreaktion in der Haut für die Entzündung und die Hautschuppung verantwortlich.

Neben den für die Schuppenflechte typischen silbrig weißen Hautschuppungen und der scharf begrenzten Rötung der betroffenen Hautpartien, den sogenannten Plaques, können auch die Finger- und Fußnägel betroffen sein.

Bei jedem Dritten entwickelt sich zudem eine Psoriasis-Arthritis, d.h. eine Entzündung in den Gelenken.

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Betroffene

Infografik: Anzahl der Betroffenen von der Schuppenflechte (Psoriasis) in Europa.
Infografik: Anzahl der Betroffenen von der Schuppenflechte (Psoriasis) in Deutschland.
ca. 2 Mio.
Betroffene in Deutschland
  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Mio. Betroffene in Europa
Männer & Frauen
sind gleichermaßen
betroffen
Infografik: Typ 1 von Psoriasis (Schuppenflechte). Typ 1-Psoriasis

Drei von vier Betroffenen erkranken vor dem 40. Lebensjahr, besonders oft zwischen 15 und 25 Jahren.

Häufig für den Psoriasis-1-Typ sind auch Betroffene in der Verwandtschaft, d. h., es gibt eine erbliche Komponente, die das Risiko für diesen Psoriasis-Typ erhöht

Die Schuppenflechte verläuft in dieser Gruppe eher schwer, mit vielen Rückfällen

Infografik: Typ 2 von Psoriasis (Schuppenflechte). Typ 2-Psoriasis

Die Beschwerden beginnen meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Hier scheinen erbliche Faktoren weniger eine Rolle zu spielen

Die Krankheit verläuft eher stabil, ohne häufige Rückfälle

Auslöser

Neben den erblichen Komponenten gibt es typische Auslöser („Trigger“), die ein erstes Auftreten, aber auch immer wiederkehrende Rückfälle hervorrufen können.

Stress, körperliche oder seelische Belastungen

Infektionskrankheiten, z.B. Streptokokken- infektionen

Mechanische oder physikalische Reize (Scheuern, Druck, Sonnenbrand)

Übermäßiger Alkoholkonsum

Medikamente (z.B. Lithium, Betablocker, ACE-Hemmer, das Antimalariamittel Chloroquin)

Hormonelle Umstellungen

Übergewicht oder starke Gewichtszunahme

Umweltfaktoren wie Klimawechsel oder ein feuchtes und kaltes Klima

Vorderansicht der Symptome der Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an der Kopfhaut
    Behaarte Kopfhaut

    Besonders häufig tritt die Schuppenflechte an der behaarten Kopfhaut auf. Bei über 60 % der Patienten ist dies der Fall.

  • Brust

    Häufig ist auch die Brust von der Schuppenflechte betroffen.

  • Genitalbereich

    Im Genitalbereich zeigt sich die Schuppenflechte eher untypisch ohne die charakteristische Schuppung und befällt vor allem die Leisten, den Schamhügel, die Genitalien selbst und die Haut zwischen Genitalien und After bzw. um den After herum.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Händen
    Hände

    Bei ungefähr einem Viertel der an Schuppenflechte Erkrankten kommt es zur Beteiligung der Hände. Plaques können an den Oberseiten, aber auch auf den Handinnenflächen auftreten.

  • Füße

    Bei ungefähr einem Viertel der an Schuppenflechte Erkrankten kommt es zur Beteiligung der Füße. Plaques können an den Oberseiten, aber auch auf den Fußsohlen auftreten.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Ohren
    Ohren

    Auch hinter oder im Ohr kann die Schuppenflechte auftreten.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) am Bauchnabel
    Bauchnabel

    Ein Befall am Bauchnabel ist möglich, wenn auch seltener.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Streckseiten der Beine
    Streckseiten der Beine

    Sehr oft treten die Plaques an der Kniescheibe und dem Schienbein auf.

Rückansicht der Symptome der Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Streckseiten der Arme
    Streckseiten der Arme

    Besonders häufig treten die Plaques an den Streckseiten der Ellbogen auf.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an der Kopfhaut
    Behaarte Kopfhaut

    Besonders häufig tritt die Schuppenflechte an der behaarten Kopfhaut auf. Bei über 60 % der Patienten ist dies der Fall.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Ohren
    Ohren

    Auch hinter oder im Ohr kann die Schuppenflechte auftreten.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Händen
    Hände

    Bei ungefähr einem Virtel der an Schuppenflechte Erkrankten kommt es zur Beteiligung der Hände. Plaques können an den Oberseiten, aber auch auf den Handinnenflächen auftreten.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) am Kreuzbein
    Kreuzbein

    Häufig betrifft die Schuppenflechte auch das Kreuzbein oberhalb des Gesäßes.

  • Zu den Symptomen der Psoriasis (Schuppenflechte) an den Nägeln
    Nägel

    Bei jedem zweiten Betroffenen verändern sich im Krankheitsverlauf auch die Finger- und Fußnägel, die sich dabei z. B. gelb färben können („Ölnägel“) oder Tüpfel bekommen („Tüpfelnägel“).

  • Füße

    Bei ungefähr einem Virtel der an Schuppenflechte Erkrankten kommt es zur Beteiligung der Füße. Plaques können an den Oberseiten, aber auch auf den Fußsohlen auftreten.

Symptome

Typisch sind klar begrenzte, erhabene rötliche Herde mit silbrig glänzenden Schuppe, die sogenannten Plaques. Größe, Form und Sitz der Plaques können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden.

30 % aller Patienten mit Schuppenflechte bilden im Laufe ihres Lebens neben der Psoriasis auch eine Psoriasis-Arthritis aus, d.h. eine Entzündung in den Gelenken.

Diagnose der Schuppenflechte

Diagnose der Schuppenflechte

Eine frühzeitige Diagnose der Schuppenflechte ist sehr wichtig. Nur so kann man den Verlauf und die etwaigen Spätfolgen der Krankheit günstig beeinflussen und rasch eine zielgerichtete Behandlung finden.

Aber wie wird die Schuppenflechte festgestellt?
Der Hautarzt (Dermatologe) kommt vor allem aufgrund der typischen Merkmale – silbrig weiße Hautschuppen und eine scharf begrenzte Rötung der betroffenen Hautpartien – zur Diagnose Schuppenflechte (Psoriasis). Dabei wird Ihr Arzt besonders auf die Haut an häufig betroffenen Körperregionen und auf die Nägel achten.

Je nachdem an welchen Stellen der Haut Symptome auftreten, schließt er mögliche weitere Krankheiten aus, die anders behandelt werden müssten wie eine Pilzinfektion bei Hautbeschwerden nur in den Bereichen der Hautfalten.

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Mein Arztbesuch

Damit die für Sie geeignete Therapie rasch gefunden und die Schuppenflechte (Psoriasis) eingedämmt werden kann, ist eine schnelle Diagnose und Betreuung durch einen Facharzt wichtig. Für einen Patienten mit Schuppenflechte ist der Hautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner. Bei einer Psoriasis-Arthritis sollten Sie zudem auch einen Rheumatologen hinzuziehen.

Suchen Sie sich einen Hautarzt Ihres Vertrauens. Gerade bei einer lebenslangen Erkrankung wie der Schuppenflechte ist es wichtig, ein stabiles Vertrauensverhältnis zu Ihrem Arzt zu haben.

Für einen Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) ist der Hautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner. Für einen Patienten mit Psoriasis-Arthritis ist der Rheumatologe der richtige Ansprechpartner.

Allgemeiner Untersuchungsablauf

Wie ist eine Untersuchung klassischerweise aufgebaut? Folgende Punkte kann Ihr Hautarzt mit Ihnen besprechen bzw. bei Ihnen untersuchen, wenn Sie das erste Mal bei ihm sind:

  1. 1

    Aufnahme der demografischen Daten: Dies sind Informationen über Ihre Person, z. B. Ihr Alter, Geschlecht etc.

  2. 2

    Durchführung einer Anamnese: Dies ist eine Befragung zu Ihrer Vorgeschichte; dazu gehören u. a. Ihre aktuellen Beschwerden, frühere bzw. begleitende Erkrankungen, Ihre bisherigen Therapien und das Bestehen von Hauterkrankungen in Ihrer Familie.

  3. 3

    Körperliche Untersuchung: Ihr Hautarzt wird eine „Blickdiagnose“ durchführen, bei der er sich die veränderten Hautstellen an Ihrem Körper anschaut und sie nach Aussehen und örtlichem Auftreten beurteilt.

  4. 4

    Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen: Der Arzt wird, wenn nötig, für eine weitere Diagnose eine Hautgewebeprobe entnehmen oder Labortests (Blutbild, Leberwerte etc.) durchführen.

  5. 5

    Einschätzung der Nagelbeteiligung: Ein möglicher Befall Ihrer Nägel wird von Ihrem Hautarzt beurteilet.

  6. 6

    Untersuchung auf mögliche Begleiterkrankungen: Sie werden auf mögliche weitere Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder Bluthochdruck untersucht.

Wie verläuft die Psoriasis?

Wie verläuft die Psoriasis?

Wie lässt sich Psoriasis nachweisen

Wie lässt sich Psoriasis nachweisen?

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Psoriasis-Arthritis (PsA)

Die Psoriasis-Arthritis ist eine chronische Gelenkentzündung (Arthritis), die sich im Zusammenhang mit der Schuppenflechte (Psoriasis) entwickeln kann.

Bis zu 30 % der Schuppenflechte-Patienten bilden in ihrem Leben auch eine Psoriasis-Arthritis aus, wobei die Psoriasis der Psoriasis-Arthritis oft Jahre vorausgehen kann. Viele Psoriasis-Arthritis-Patienten (ca. 80 %*) weisen zusätzlich charakteristische Nagelveränderungen auf.

* Bardazzi et al 2013, JDDG

Empfehlung: Den Film zu diesem Thema finden Sie im Bereich 'Informationsmaterial + Links'

Die Psoriasis-Arthritis ist eine chronische Gelenkentzündung (Arthritis), die sich im Zusammenhang mit der Schuppenflechte (Psoriasis) entwickeln kann.
Juvenile Plaque-Psoriasis
Die Juvenile Plaque-Psoriasis ist die häufigste Form der Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen.

Bei etwa einem Drittel aller Patienten tritt die Psoriasis (Schuppenflechte) bereits vor dem 20. Lebensjahr auf.
Die Juvenile Plaque-Psoriasis ist die häufigste Form der Schuppenflechte bei Kindern und Jugendlichen.

Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Schuppung bei Kindern und Jugendlichen meist geringer ausgeprägt. Besonders häufig ist jedoch die Gesichtshaut betroffen.

Empfehlung: Den Film zu diesem Thema finden Sie im Bereich "Infomaterial + Links".

Übersicht der Therapieformen

Therapie der Psoriasis

Die heutigen Therapieoptionen für Schuppenflechte sind vielfältig. Für jeden einzelnen Betroffenen muss individuell herausgefunden werden, was ihm am besten hilft. Je nach Beschwerdebild und Stadium der Erkrankung stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Die einzelnen Verfahren können bei Bedarf auch kombiniert werden, sowohl zeitgleich als auch nacheinander.

Eine vollständige Heilung der Schuppenflechte ist bisher noch nicht möglich. Dank der Einführung biologischer Medikamente – der sogenannten Biologika – hat in der Dermatologie eine neue Ära begonnen. Heute ist es ein realistisches Therapieziel, die Erkrankung aufzuhalten (Remission). Für viele Patienten bedeutet das trotz der Erkrankung ein Leben ohne Beschwerden.

Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die aktive Mitarbeit des Betroffenen.

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Äußerliche Therapien
  • Kortikoide
  • Vitamin-D3-Analoga
  • Dithranol
  • Phototherapie
Infografik: Therapien bei Psoriasis (Schuppenflechte): Äußerliche Therapien
Systemische Therapien
  • Fumarsäureester
  • Methotrexat
  • Retinoide
  • Ciclosporin
Infografik: Therapien bei Psoriasis (Schuppenflechte): Systemische Therapien
Biologika Infografik: Therapien bei Psoriasis (Schuppenflechte): Biologika
  • Äußerliche Therapie

    Die Schuppenflechte kann mit Arzneimitteln topischer Art, d.h. äußerlich, unmittelbar an den betroffenen Hautregionen behandelt werden. In unterschiedlichen Formen – von Salben bis hin zu Badezusätzen – stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung.

    Äußerlich aufgetragene Wirkstoffe, insbesondere in höheren Konzentrationen, können in die Blutbahn gelangen und Auswirkungen im ganzen Körper hervorrufen. Deshalb sollte die topische Therapie immer genau nach Anweisung des behandelnden Facharztes erfolgen.

    Dithranol

    Der Wirkstoff ist ein synthetisch hergestellter Stoff des früher häufig eingesetzten Teers und hemmt die übermäßige Zellvermehrung.

    Dithranol wird ein- bis zweimal täglich auf die erkrankte Haut aufgetragen. Üblicherweise sind erste Erfolge nach zwei bis drei Wochen zu sehen.

    Nachteil sind häufige Hautreizungen (Rötung, Brennen) und Braunfärbung von Haut, Wäsche und Armaturen.

    Kortison-artige Präparate (Kortikoide)

    Kortikoide, künstlich hergestellte Abkömmlinge des körpereigenen Hormons Cortisol. Sie wirken entzündungshemmend und werden vor allem bei hoher Entzündungsaktivität eingesetzt.

    Üblicherweise genügt die einmal tägliche Behandlung. Ein erster Erfolg ist in der Regel nach ein bis zwei Wochen zu verzeichnen.

    Bei unsachgemäßem Einsatz können Nebenwirkungen und sogar bleibende Schädigungen der Haut auftreten.

    Vitamin-D3-Abkömmlinge

    Die Substanzen Calcipotriol, Calcitriol und Tacalcitol stammen chemisch vom Vitamin D3 ab und hemmen das übermäßige Zellwachstum sowie die Entzündung.

    Je nach Präparat erfolgt die Anwendung ein- bis zweimal täglich. Frühestens nach ein bis zwei Wochen tritt eine Besserung auf.

    Nach dem Auftragen kann an der behandelten Stelle kurzzeitig ein unangenehmes Gefühl auftreten.

    Phototherapie

    Die Bestrahlung mit Licht bestimmter Wellenlängenbereiche im ultravioletten Bereich (UVA und UVB) verringert die Entzündung und hilft das Zellwachstum in der Haut zu normalisieren.

    Sie muss dem jeweiligen Hauttyp und der Hautreaktion zu Beginn und auch während der Behandlung immer wieder angepasst werden.

    Phototherapie ist sehr gut verträglich, bei Überdosierung können aber Nebenwirkungen auftreten.

  • Systemische Therapie

    Sollte eine äußerliche Behandlung alleine nicht ausreichen, stehen Medikamente zur Verfügung, die innerlich angewendet werden. Man spricht dabei auch von systemischer Therapie, wobei die Wirkstoffe alle vom Arzt verordnet werden müssen.

    Auf keinen Fall sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt die Dosierung verändert oder das Präparat abgesetzt werden, da dies die Symptome plötzlich und dramatisch verschlechtern kann.

    Fumarsäureester

    Fumarsäureester sind chemische Verbindungen der Fumarsäure, die die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe und Moleküle hemmen und so die Entzündung bekämpfen.

    Die Einnahme der Tabletten erfolgt in der Regel nach einem vorgegebenen Schema und bringt nach etwa sechs Wochen eine Wirkung.

    Unter der Therapie kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Rötungen der Haut und Veränderungen im Blutbild kommen.

    Methotrexat (MTX)

    MTX wirkt vor allem entzündungshemmend. Die Wirksamkeit nimmt mit der Anwendungsdauer zu, daher ist MTX eher für die Langzeittherapie geeignet.

    Die Therapie erfolgt wöchentlich in Tabletten- oder Spritzenform; die Dosierung wird individuell festgelegt. Nach ungefähr vier bis acht Wochen tritt die Wirkung ein.

    Durch MTX kann es zu Lungenentzündung, Knochenmarkzerstörung, Leber- und Nierenschäden kommen.

    Retinoide

    Retinoide, Abkömmlinge des Vitamin A (Wirkstoff: Acitretin), mindern das Zellwachstum und die Zellreifung in der erkrankten Haut.

    Die Einnahme erfolgt täglich als Kapsel und wird dem Körpergewicht angepasst dosiert. Nach vier bis acht Wochen tritt die Wirkung ein.

    Retinoide können zu trockenen Lippen, trockener Haut, Nasenbluten und vorübergehendem Haarausfall führen. Sie schädigen das werdende Kind.

    Ciclosporin

    Ciclosporin wird aus einem Pilz gewonnen und hemmt die Reaktionen des Immunsystems.

    Die Einnahme erfolgt täglich als Kapsel/Trinklösung und wird dem Körpergewicht angepasst dosiert. Nach ca. vier Wochen tritt die Wirkung ein.

    Funktionsstörungen der Nieren und Leber, Anstieg des Blutdrucks und Magen-Darm-Beschwerden können auftreten. Das Krebsrisiko ist möglicherweise durch eine längere Behandlung erhöht.

  • Biologika Therapie

    Biologika sind biotechnologisch, das heißt in lebenden Zellen hergestellte Eiweißstoffe zur systemischen Behandlung der Schuppenflechte.

    Die Entwicklung und Herstellung der Biologika ist sehr aufwendig. Sie werden bei mittelschweren und schweren Symptomen der Schuppenflechte eingesetzt, wenn andere Behandlungsformen nicht ausreichend wirksam waren oder nicht eingesetzt werden können.

    Da Biologika sehr zielgerichtet wirken, beeinträchtigen sie normale Körperfunktion nur wenig und sind daher nebenwirkungsarm (siehe dazu Beipackzettel/Fachinformation der Medikamente).

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Reaktionen an der Einstichstelle nach der Injektion/Infusion, z. B . Schwellung, Rötung, Schmerzen oder Juckreiz. Außerdem können bei der Behandlung mit den Biologika häufiger Infektionen, allergische Reaktionen und Fieber auftreten.

    TNF-α-Blocker

    Diese Biologika hemmen auf unterschiedliche Weise entzündungsfördernde Botenstoffe wie den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α) und beeinflussen damit die übersteigerte Immunantwort bei Schuppenflechte. Diese Biologika werden auch als TNF-α-Blocker bezeichnet.

    TNF-α-Blocker sind bereits seit vielen Jahren im Einsatz, sodass eine große Erfahrung mit ihnen besteht. Die Wirkung dieser Medikamente beginnt oft sehr rasch und kann sich über die Zeit weiter steigern. TNF-α-Blocker werden unterschiedliche Weise verabreicht (z. B. subkutan, d.h. unter die Haut oder intravenös, d.h. als Infusion in das venöse Blutgefäß).

    Patientenbetreuungsprogramme

    Patienten, die Biologika vom Arzt verordnet bekommen, haben die Möglichkeit an einem Patientenbetreuungsprogramm teilzunehmen. Ziel der Programme ist es, die Patienten zum Therapiestart und bei Ihrer Langzeittherapie zu unterstützen.

    Der Arzt informiert welches Therapieprogramm in Frage kommt, wie z. B. das TOGETHER-Patientenprogramm, mehr dazu unter www.together-programm.de

  • Begleitende Behandlungen

    Balneo-Klimatherapie bei den begleitenden Behandlungen bei Psoriasis (Schuppenflechte)
    Balneo-Klimatherapie

    Viele Menschen mit Psoriasis erleben eine Besserung ihrer Beschwerden in den Sommermonaten. Den günstigen Effekt des Klimas nutzt auch die Balneo-Klimatherapie, bei der die natürliche Sonnenlichtbestrahlung zusammen mit einer Badetherapie erfolgt.

    Patientenschulungen bei den begleitenden Behandlungen bei Psoriasis (Schuppenflechte)
    Patientenschulung

    Schulungen können helfen, die Hintergründe und Auslösefaktoren der Schuppenflechte zu verstehen. Bestandteil sind auch Informationen zur Hautpflege, zur Therapie, zur Ernährung, zum Umgang mit Juckreiz und zur Bewältigung von Alltagssituationen.

    Rehabilitation bei den begleitenden Behandlungen bei Psoriasis (Schuppenflechte)
    Rehabilitation

    Verschiedene Fachkliniken bieten spezielle Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten mit Schuppenflechte an. Sie befinden sich in Orten mit günstigen Klimaeffekten und verfügen über unterschiedlichste Behandlungsmöglichkeiten sowie Schulungsangebote.

Wie kann die Psoriasis behandelt werden?

Wie kann die Psoriasis behandelt werden?

Welche Eigenverantwortung habe ich als Patient?

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Leben mit Schuppenflechte

Leben mit Schuppenflechte
Kann ich durch meine Lebensführung im Alltag die Psoriasis beeinflussen?

Kann ich durch meine Lebensführung im Alltag die Psoriasis beeinflussen?

Wo bekomme ich Hilfe zur Selbsthilfe?

Wo bekomme ich Hilfe zur Selbsthilfe?

Wegweiser psoriasis
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